Innenentwicklungskonzept


Gladbeck ist mit ca. 78.000 Bürger:innen auf einer Fläche von ca. 36 km² relativ dicht bebaut. Auf dem begrenzten Stadtgebiet besteht die Herausforderung, angemessenen Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig soll die Verträglichkeit von Wohnen und Klimaschutz sichergestellt und neue Formen der Mobilität berücksichtigt werden. 
Die Stadt Gladbeck hat sich das Ziel gesetzt, den Flächenverbrauch zu minimieren und Potenziale für eine Nachverdichtung zu nutzen. Die Stadt soll kompakt bleiben, auch damit die Gladbecker:innen kurze Wege haben.
Um diesem Ziel näher zu kommen, wird derzeit in Zusammenarbeit mit den Stadtplanungsbüro Post Welters Partner ein Innenentwicklungskonzept erarbeitet, welches diverse Beteiligungsmöglichkeiten bietet.


Was ist Innenentwicklung?
Innenentwicklung bedeutet, dass bestehende Flächen in der Stadt besser genutzt werden anstatt neue Gebiete außerhalb zu bebauen. So soll die Inanspruchnahme von Flächen „auf der grünen Wiese“ reduziert werden. Innenentwicklung hilft, den planerischen Außenbereich von Bebauung freizuhalten und die öffentliche Infrastruktur effizienter zu nutzen. Gleichzeitig müssen die Anforderungen an zusätzlichen und zeitgemäßen Wohnraum erfüllt werden. 
Mögliche Formen der baulichen Innenentwicklung können unter anderem sein:

  • Bebauung von Baulücken
  • Aufstockung von Gebäuden, z.B. durch einen Dachausbau
  • Innenhofbebauung oder Ergänzungsbauten bei aufgelockertem Zeilenbau

Neben einer baulichen Entwicklung bedeutet Innenentwicklung aber auch, dass Grünstrukturen und eine nachhaltige Mobilität weiterentwickelt werden. Alle drei Aspekte gemeinsam bezeichnet man als dreifache Innentwicklung.

 

 

Wo stehen wir aktuell?
Im Rahmen des Konzeptes wurde zunächst eine Bestandsaufnahme der Siedlungsstrukturen durchgeführt. Neben verschiedenen Stadtraumtypen wurde der Siedlungsraum mit verschiedenen Restriktionsbereichen gekennzeichnet, die für eine Innenentwicklung ausgeschlossen werden. Die übrigen Flächen wurden genauer untersucht und Potenzialflächen definiert. Folgende Potenzialflächentypen werden unterschieden:

  • Baulücken
  • Blockinnenbereiche
  • Tiefe Gartengrundstücke
  • Mehrfamilienhausquartiere mit großen Abstandsflächen
  • Konversionsflächen
  • Gebäudebezogene Potenziale wie Aufstockung oder Anbau

 

Im Frühjahr 2025 fanden bereits verschiedene Beteiligungsformate zum Innenentwicklungskonzept statt, unter anderem ein Workshop mit der Öffentlichkeit mit anschließender Onlinebeteiligung sowie ein Politikworkshop. 
Im weiteren Verlauf ging es weiter um die Formulierung von Zielen sowie Umsetzungsempfehlungen und Maßnahmenentwicklung. In der zweiten Beteiligungsrunde erfolgte bereits ein Austausch mit Akteuren der Wohnungswirtschaft sowie ein erneuter Workshop mit der Öffentlichkeit. Der zweite Politikworkshop ist für das Frühjahr 2026 geplant.

 

 

Ergebnisse des zweiten Workshops mit der Öffentlichkeit
Der zweite Workshop mit der Öffentlichkeit hat am 19. November 2025 stattgefunden. Im Rahmen eines Mitmach-Workshops wurde die „interne Sicht“ der Bürger:innen auf Möglichkeiten und Grenzen der Innenentwicklung in Gladbeck erfragt. Anhand von zwei Beispielen für Potenzialflächen – ein Mehrfamilienhausquartier und ein Blockinnenbereich mit Einfamilienhäusern – wurden mögliche Handlungsempfehlungen für eine potenzielle Nachverdichtung diskutiert. Dabei standen die folgenden Fragen im Fokus:

  • Können Sie sich eine Nachverdichtung bei den Beispielen vorstellen? Wenn ja, welche Formen halten Sie für geeignet?
  • Wie sollte der Freiraum gestaltet werden? Welche Mobilitätsangebote sind notwendig?
  • Wie können Eigentümer:innen und Mieter:innen sensibilisiert und aktiviert werden?

Die Ergebnisse des Workshops wurden gemeinsam auf Plakaten festgehalten.

         

                                                                 

Die Anmerkungen aus dem Workshop werden im weiteren Verfahren geprüft und nach Möglichkeit im Innenentwicklungskonzept berücksichtigt. 
Das Konzept soll im Sommer 2026 fertiggestellt werden und im Weiteren einen Leitfaden für das Verwaltungshandeln darstellen. 

 

Veranstaltungstipp
 
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