
Mit dem Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan schafft der Ausschuss für Stadtplanung, Verkehr und Bauen die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Umgestaltung des Areals der ehemaligen Gärtnerei Lüger an der Hegestraße, Ecke Voßbrinkstraße.
„Mit dem Bebauungsplan schaffen wir die Grundlage für ein lebenswertes, gut durchgrüntes Wohnquartier, das sich harmonisch in seine Umgebung einfügt und gleichzeitig dringend benötigten Wohnraum bietet“, sagt Stadtbaurat und Erster Beigeordneter Dr. Volker Kreuzer. „Besonders wichtig ist uns dabei die Kombination aus unterschiedlichen Wohnformen, gefördertem Wohnraum und einem zukunftsorientierten Mobilitätskonzept.“
Hintergrund ist der weiterhin hohe Bedarf an Wohnraum im Gladbecker Stadtgebiet. Um zusätzliche, bedarfsgerechte Wohnungen zu schaffen, prüft und entwickelt die Stadt fortlaufend geeignete Flächen innerhalb des bestehenden Siedlungsgefüges. „Der Standort in Alt-Rentfort bietet hierfür gute Voraussetzungen: Er liegt am Rand des Wohngebiets, grenzt an bestehende Bebauung an und ermöglicht zugleich eine sensible Einbindung in den angrenzenden Landschaftsraum“, erklärt Karsten Fuchte, Leiter des Amtes für Stadtplanung, Bauaufsicht und Verkehr.
Das geplante städtebauliche Konzept sieht die Entstehung von rund 81 Wohneinheiten vor. Geplant ist eine Mischung aus Einfamilienhäusern (Einzel-, Doppel- und Reihenhäuser) sowie Mehrfamilienhäusern. Ein wichtiger Bestandteil des Projekts ist der geförderte Wohnungsbau: 40 Prozent der Wohnungen in den Mehrfamilienhäusern sollen öffentlich gefördert errichtet werden. Damit leistet das Projekt einen Beitrag zu einem ausgewogenen Wohnungsangebot für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen.
Ein zentrales Element der Planung ist zudem ein modernes Mobilitätskonzept. Vorgesehen ist eine hochwertig gestaltete Mobilstation – eine sogenannte „Mobilitätsscheune“ –, in der ein Großteil des ruhenden Verkehrs gebündelt wird. Ziel ist es, den Autoverkehr innerhalb des Quartiers möglichst gering zu halten und die Aufenthaltsqualität zu erhöhen. Ergänzt wird das Quartier durch einen zentralen Spielplatz sowie großzügige Grünstrukturen, die eine starke Durchgrünung und Öffnung zur Landschaft ermöglichen.
Im weiteren Verfahren werden nun die genauen Festsetzungen des Bebauungsplans erarbeitet. Dazu gehören auch begleitende Fachgutachten, etwa zu Umweltbelangen, Verkehr, Entwässerung und Artenschutz. Parallel wird der Flächennutzungsplan für den Bereich angepasst. Die Öffentlichkeit wird frühzeitig, voraussichtlich im 2. Halbjahr 2026, in das Verfahren einbezogen und erhält Gelegenheit, sich über die Planungen zu informieren und Anregungen einzubringen.