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Gladbeck wird „sicherer Hafen" für Geflüchtete
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Gladbeck wird „sicherer Hafen" für Geflüchtete
Einleitung
Der Rat der Stadt Gladbeck hat in der Ratssitzung am 7. Oktober mehrheitlich beschlossen, dem Vorschlag der Verwaltung zu folgen, der Initiative „Seebrücke – Schafft sichere Häfen!“ beizutreten und die Stadt Gladbeck damit zu einem „sicheren Hafen" zu erklären.
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„Es steht sicherlich außer Frage: Niemand von uns möchte, dass Menschen im Mittelmeer ertrinken und ich gehe davon aus, dass Sie mir zustimmen, wenn ich sage, diese Menschen, die sich aus purer Verzweiflung über ihre wirtschaftliche und politische Lage, der Gefahr einer solchen Überfahrt aussetzen, müssen gerettet werden“, erklärte Bürgermeisterin Bettina Weist.

Gladbeck unterstützt damit - mit Ausnahme der Aufnahme von Geflüchteten zusätzlich zur Quote - die Hauptforderungen des Bündnisses und wird diese, falls nichts schon geschehen, nach und nach umsetzen. Im Rahmen der Quote sollen auch Geflüchtete, die über die Seenotrettung nach Deutschland gekommen sind, aufgenommen werden. Die Stadt erwartet durch den Beitritt zum Bündnis eine Stärkung der Arbeit für Zugewanderte und Geflüchtete im Sinne der „Gladbecker Erklärung“ unter anderem auch durch finanzielle Verbesserungen der Finanzen der aufnehmenden Städte durch Bund und Land. Zudem appelliert die Stadt an die Bundesregierung, sich weiterhin und verstärkt für die Bekämpfung der Fluchtursachen sowie für die Rettung der Menschen im Mittelmeer einzusetzen.

Die Stadt Gladbeck hat bereits eine umfassende Willkommenskultur, die mit dem Beitritt zum Bündnis nochmal unterstrichen werden soll. Im Juni 2016 hat die Stadtverwaltung ein „Handlungskonzept zur Aufnahme und Integration von Flüchtlingen“ vorgelegt. Diesem Konzept folgend, sind alle Geflüchteten in Gladbeck herzlich willkommen. Der Beitritt zum Bündnis „Sichere Häfen“ hat zunächst nur symbolischen Charakter. Der Beschluss, ein „Sicherer Hafen“ zu sein, wird als Prozess beschrieben. Die Solidaritätserklärung bildet die Basis. Seit Gründung der Kampagne haben sich bereits knapp 250 Kommunen zu „Sicheren Häfen“ erklärt. Im Kreis Recklinghausen haben sich bereits die Städte Datteln, Haltern am See, Herten, Recklinghausen und Waltrop angeschlossen.

Im Jahr 2018 wurde aus diesem Grund die politische Bewegung „Seebrücke“ ins Leben gerufen, die sich für sichere Fluchtwege, „Sichere Häfen” und zivile Seenotrettung einsetzt. „Sichere Häfen" ist eine Kampagne dieser politischen Bewegung, die ihren Ursprung in dem 2014 gegründeten Verein „Mensch Mensch Mensch e. V.“ mit Sitz in Berlin findet. Der Verein verfolgt gemeinnützige Zwecke. Diese sind die Förderung der Hilfe für Flüchtlinge, Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und des Völkerverständigungsgedankens und die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements zugunsten gemeinnütziger Zwecke.

Beginndatum
08.10.2021


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