Aktuelles Gladbeck

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Bürgermeisterin holt den Sport in ihr Dezernat
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Einleitung
Sport hat in Gladbeck einen hohen Stellenwert – dies hat Bürgermeisterin Bettina Weist nun zum 1. August erneut bekräftigt, als sie die Sportabteilung im Zuge einer Neuordnung in ihr Dezernat holte.
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Das Büro der Bürgermeisterin trägt nun die zusätzliche Bezeichnung Amt für Rat, Bürgerschaft und Sport. Als neue Sportdezernentin bestritt Bürgermeisterin Bettina Weist auch ihre erste Sportausschusssitzung am vergangenen Donnerstag, 1. September, im Ratssaal. Dabei standen neben der Neuorganisation des Sports bei der Stadtverwaltung mit dem Gladbecker Freibad, einer Traglufthalle für den Schul- und Vereinssport, der Energiekrise sowie der kommunalen Sportförderung gleich mehrere wichtige Themen auf der Agenda. 

„Das Thema ‚Sport‘ ist für so viele Bereiche des städtischen Zusammenlebens wichtig. In Vereinen und auf den Sportanlagen begegnen sich die Menschen, pflegen ein gutes Miteinander, tun etwas für ihre Gesundheit. Unsere Sportstätten tragen erheblich zur Lebensqualität in unserer Stadt bei – und nach über zwei Jahren Corona-Pandemie ist es wichtiger denn je, junge wie alte Menschen in Bewegung zu bringen“, erklärt Bürgermeisterin Bettina Weist. 

Nach den Berichten von Zwischenfällen im Gladbecker Freibad haben die Verwaltung und der Betreiber SV 13 umgehend reagiert und einen Arbeitskreis gebildet. Im Ausschuss wurden nun erste Maßnahmen vorgestellt. In der bisherigen Freibadsaison wurden vereinzelt Jugendliche auffällig, die für Ärger sorgten. Teilweise verschafften sich Gäste auch unerlaubt zutritt, kletterten über Zäune und zahlten keinen Eintritt. Als Sofortmaßnahme wurde sofort eine Erhöhung des Security-Personals beschlossen. Zusätzlich sollen Streetworker zum Einsatz kommen und die Rettungsschwimmer:innen und Bademeister:innen im Umgang mit schwierigen Badegästen zusätzlich geschult werden. Zur Unterstützung in den Sommermonaten wird auch das Hallenbadpersonal während der jährlichen Grundreinigung im Freibad unterstützen. Die Ferienaktion „Freier Eintritt im Freibad von 0 bis 16 Jahren“ soll für das kommende Jahr nachgeschärft werden. „All diese Maßnahmen sollen nicht schmälern, dass der SV 13 in unserem Freibad hervorragende Arbeit leistet und es weiterhin ein Ort ist, den alle Gladbecker:innen an heißen Tagen gerne besuchen – wir wollen jedoch, dass dies auch in Zukunft so bleibt“, so die Bürgermeisterin.

Auch mit Blick auf den vorläufigen Ersatz der abgebrannten Dreifachsporthalle an der Ingeborg-Drewitz-Gesamtschule kommt durch den geplanten Einsatz einer Traglufthalle für den Schul- und Vereinssport zusätzliche Bewegung: Als Standort für die Halle wurde der hintere Teil des ehemaligen Sportplatzes ausgemacht. Die Verwaltung rechnet noch mit einer Fertigstellung in diesem Jahr, um den Schul- und Vereinssport zu entlasten. Die kurzfristigen Lösungsansätze waren für die Dauer bis zur Errichtung der neuen Sporthalle, u.a. aufgrund der hohen Kosten und der Nutzung über den langen Zeitraum (ca. drei bis fünf Jahre), nicht praktikabel. Die Traglufthalle hat ein Außenmaß von ca. 60 mal 37 Metern, der Spielfeldboden hat eine Größe von 48 mal 28,50 Meter, das Spielfeld umfasst ca. 45 mal 27 Meter. In die Traglufthalle wird ein multifunktionaler Boden aus gedämmter Konstruktion aus Konstruktionsvollholz (KVH) mit Furnierschichtholz, Gipsfaserplatte und Oberboden ein-gebracht. Hierbei handelt es sich um einen sportbodenähnlichen Aufbau. Die Linierung erfolgt nach Absprache mit den Nutzenden. Der Kostenrahmen für die Maßnahme beläuft sich auf einen Gesamtbetrag in Höhe von 2.870.000 Euro. Aufgrund der fehlenden Tribüne wird in der Traglufthalle jedoch kein Wettkampfbetrieb stattfinden. „Der Brand der Sporthalle Rentfort stellte die Stadt Gladbeck praktisch über Nacht vor größte Herausforderungen, um den Schul- sowie den Vereinssport kurzfristig sicherstellen zu können. Wir freuen uns, dass wir hier eine Lösung finden konnten, die die beste Möglichkeit bietet, die Nutzungseinschränkungen, die durch den Brand entstanden sind, möglichst gering zu halten“, erklärte Bürgermeisterin Bettina Weist. Das abschließende Gutachten der Versicherung mit der Festsetzung der Schadenshöhe steht weiterhin aus.  

Mit Blick auf die Energiekrise informierte die Verwaltung, dass sie sich auf eine mögliche schwierige Versorgungslage vorbereitet und auf verschiedene Maßnahmen verständigt hat, die auch den Sportbereich betreffen. Nach dem Wegfall des Bund-Länder-Investitionspaktes für die kommunale Sportinfrastruktur beschloss der Sportausschuss der Stadt Gladbeck einstimmig, sich dem Positionspapier des Deutschen Städtetages zur kommunalen Sportpolitik und Sportförderung insbesondere mit Blick auf ein langfristig angelegtes und angemessen dimensioniertes Sportstätteninvestitionsprogramm anzuschließen. 

Auf Vorschlag der Bürgermeisterin wurde zum 1. August somit das Amt für Integration und Sport nach Ausscheiden des langjährigen Amtsleiters Dieter Bugdoll, der in den Ruhestand ging, aufgelöst. Die Abteilung Integration wurde zum eigenständigen Amt für Migration und Zusammenleben im Dezernat IV aufgestuft, die Leitung wurde Doris Foerster übertragen, die bislang Abteilungsleiterin war. Die Abteilung Sport wechselt mit seiner Abteilungsleiterin Julia Schmidt in das Dezernat I und dort ins Büro der Bürgermeisterin, das von Michael Berger geleitet wird. Dort sind bereits die Abteilung für Rat und Bürgerschaft sowie die Stabsstelle Digitalisierung verankert.

Beginndatum
06.09.2022


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